Met und Honigwein selber machen

Met oder Honigwein

Met ist geschichtlich das älteste alkoholische Getränk. Die Geschichte des Honigweines ist eng mit der Geschichte des Honigs verbunden, die bis in die Steinzeit reicht. Höhlenzeichnungen aus Spanien, welche auf 16000 Jahre geschätzt werden, belegen das. Bei vielen Kulturvölkern stellte Honig, auch in Verbindung mit Met, etwas Kostbares da. Besonders geschätzt wurde der Met bei den Germanen und Römern. Seinen Ruf als Kraft-, Mut- und Gesundheitsgetränk hat er bis heute nicht verloren. Der Name “Met” für “Honigwein” stammt wohl aus dem indogermanischen “medhu” – demnach war Honig und Met den Germanen, Kelten und Slawen bereits in ihrer Urheimat bekannt. 

Für ausführliche Informationen zum Met machen empfehle ich dieses Buch. Die Met-Kunde in dem Buch ist einfach ausgezeichnet und es wird genau auf das ganze Thema Met eingegangen. Ein guter Begleiter für das Hobby:

Benötigte Gerätschaften um Met selber herzustellen

Glasballon

Um Met selber zu machen solltest du dir zuerst ein paar Gerätschaften anschaffen. Vielleicht gibt es auch das ein oder andere was man bei Bekannten auf den Dachboden findet. Fragen lohnt sich.

Benötigt wird:

Damit kann man erstmal anfangen. Für später benötigt man noch Flaschen und Evtl. Korken und einen Handverkorker. Am längsten hält sich der Met in Flaschen mit Korken, da er so am wenigsten Sauerstoff bekommt. 

Met Rezept

Honigwein selber machen

Zutaten:

Diese Menge an Zutaten ergibt etwa 10 Liter Met.

Zubereitung:

  1. Den Honig (2,5 kg) im Wasserbad erwärmen damit er flüssig wird. Nicht über maximal 45 Grad erhitzen, da sonst seine wertvollen Inhaltsstoffe verliert.  
  2. Das Gärgefäß, die Gärkappe und den Gärspund sehr gut mit heißem Wasser reinigen.
  3. In das Gärgefäß 2,5 Liter lauwarmes Wasser und die 2,5 kg Honig geben und vermischen.
  4. Jetzt wird der Apfelsaft und nochmals 3 Liter kaltes Wasser zugegeben und vermischt.
  5. Das Hefenährsalz, die Milchsäure und die Reinhefe werden nun zum Schluss dazu gegeben.  Nun nochmal alles gut durch schwenken vermischen und mit der Gärkappe und Gärspund verschließen.
  6. Der Gärballon sollte dunkel gelagert werden bei einer Temperatur von 17-25 Grad.
  7. Nach spätestens 24 Std. beginnt der Ansatz zu gären. Der Gärspund fängt an zu Blubbern. Es sollte immer genügend Wasser im Gärspund sein. Außerdem sollte das Wasser jede Woche gewechselt werden. Am Anfangt blubbert es ca. 2 mal die Minute, später nimmt das blubbern zu. Wenn der Zucker vergoren ist, wird das geblubber wieder weniger.
  8. Nun heißt es warten…
  9. Nach etwa 3 Wochen: Eine kleine Kostprobe Met wird vom Ansatz abgezogen. Mit einen Vinometer wird nun der Alkoholgehalt bestimmt. Danach wird mit den Hydrometer nach den Restzuckergehalt gesehen, der Rest der Met-Kostprobe ist zum verkosten. Schmeckt der Met sehr säuerlich und ist auch kein Restzuckergehalt mehr im Met – so gibt man nochmal 500 g Honig zum nachzuckern dazu und vermischt es gut mit schwenken.
  10. Das Blubbern des Honigweines sollte ständig im Auge behalten werden.  Wenn es kaum noch oder gar nicht mehr blubbert, wird wieder eine Met-Probe entnommen. Der Alkoholgehalt wird bestimmt und auch der Zuckergehalt wird wieder kontrolliert. Ist kein Restzucker mehr vorhanden, wird wieder nachgezuckert mit 200 g Honig und gut schwenken.
  11. Schritt 10 wird solange wiederholt, bis das blubbern aufgehört hat und sich noch ein minimaler Restzuckergehalt im Honigwein befindet.
  12. Nachdem der Alkoholgehalt und der Zuckergehalt gemessen wurde, kann der Ansatz von der Stammhefe mit einem Weinheber getrennt werden. Am besten füllt man diesen in einen weiteren Glasballon. 
  13. Man nimmt eine kleine Menge Met vom Ansatz und gibt 1 Gramm Kaliumpyrosulfit dazu und vermischt es. Diese Mischung kippt man denn zum Ansatz und mischt es wieder durch schwenken. Durch die Verwendung von Schwefel wird der Gärvorgang beendet. Zur Kontrolle wird der Gärspund nochmals auf den Ballon gesetzt.
  14. Nach 2-3 Tagen wird der Alkoholgehalt und der Restzuckergehalt werden nochmal gemessen. Sagt der Met geschmacklich zu, kann er so bleiben. Ansonsten sollte durch eine nochmalige Zugabe von Honig nachgesüßt werden. Am besten hilft da wirklich die Geschmacksprobe – bis zu 700 Gramm Honig kann zum Nachsüßen zugegeben werden. Je mehr desto süßer natürlich – je nach Geschmack. 
  15. Jetzt wartet man etwa 2-3 Tage ab und behält den Gärspund im Auge. Ist man sich sicher das keine Gärung mehr statt findet – so ist der Met “eigentlich” fertig. Ja man kann ihn trinken. Er ist jedoch noch nicht klar und entwickelt erst mit der Zeit seine Reife. (Sollte der Met nochmal nachgären, so muss er nochmals von der Hefe abgezogen und geschwefelt werden.)
  16. Die Selbstklärung: Der Met wird bei kühlen Temperaturen gelagert bis sich die Trübstoffe von selbst absetzen. Das kann Monate oder Jahre dauern. Der Glasballon sollte dazu so gut wie voll sein und mit einer geschlossenen Gummikappe verschlossen werden. So ist er am Besten vor Sauerstoff geschützt. Mein Met lagert zur Selbstklärung 6-18 Monate. Man kann sich zwischendurch ja mal eine Kostprobe abzapfen 😉
  17. Wenn der Honigwein klar genug ist, kann er in Flaschen abgefüllt werden. Ich nutze zum verschießen der Flaschen in Wasser eingeweichte Korken und einen Handverkorker. Dazu benötigt man etwas Kraft und Geschick. Wer keine Geduld dazu hat, bei den eignet sich auch der altbekannte Schraubverschluss. Jedoch ist darin der Met nicht so lange haltbar.

Ich wünsche dir viel Spaß, Erfolg und Geduld dabei deinen eigenen Met herzustellen 😉 .

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